Wie das Samsung Galaxy S7 SD-Karten als internen Speicher nutzen kann

 

Der Slot für die SD-Karten ist bei Samsung wieder da

Anders als bei Apple, ermöglicht die von Google vorgegebene Architektur den Hardwareherstellern, einen Einschub für externe Speicherkarten zu integrieren. Als Samsung bei den 6er-Modellen der Galaxy-Serie dieses Feature einsparte, war der Aufschrei der Fangemeinde groß.

Mit den neuen Spitzenmodellen Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge ist der Karteneinschub wieder da, doch trotz des Vorhandenseins der technischen Bauteile, lassen sich Micro-SD-Karten nicht als interner Speicher nutzen – so jedenfalls der Plan von Samsung.

Die SD-Karte nur für Fotos, Musik und ausgelagerte Apps?

Warum Samsung eine künstliche Beschränkung der Funktionalität einführt, ist unklar. Zwar sind externe Speicherkarten grundsätzlich fehleranfälliger als festverbaute Speicherbausteine, aber das dürfte nicht der eigentliche Grund sein. Immerhin kann ein irgendwann überladener Speicher ein gutes Verkaufsargument für den Neukauf eines besser ausgestatteten Smartphones sein. Doch das bleiben Vermutungen.

Der Tech-Blogger Paul O´Brian wollte sich nicht mit einer künstlichen Speicherbegrenzung zufrieden geben. Er fand eine Lösung, die es ermöglicht mit dem neuen Galaxy mehr als nur Fotos, Musik und ausgelagerte Apps auf einer SD-Karte zu speichern.

Nicht ganz einfach, aber erfolgreich

Um eine Speicherkarte so zu behandeln, dass sie vom Samsung Galaxy S7 als interner Speicher erkannt wird, muss zuvor die „Android Debug Bridge“ (ADB) auf dem PC oder Mac installiert werden. Diese Software ist eigentlich Entwicklern vorbehalten und verfügt weder über eine grafische Oberfläche noch über eine einfache Installationsroutine. Wer sich nicht zutraut derartige Software zu installieren, für den ist dieser Tipp leider nichts. Entsprechende und detaillierte Anleitungen zur Installation der ADB-Software finden sich über Google im Netz.

Ist die ADB installiert, muss lediglich über den Befehl "sm list-disks" die Nummer der Speicherkarte ermittelt und anschließend die Karte über den Befehl "sm partition disk:###,# private" formatiert werden („###,#“ steht hierbei für die zuvor ermittelte Nummer der SD-Karte).

Kleine Einschränkungen inklusive

Leider lässt sich eine so behandelte Karte nicht mehr als echter „Wechselspeicher“ verwenden. Andere Geräte erkennen eine derart formatierte Karte nicht mehr. Über den Befehl "sm partition disk:###,# public" kann das Umformatieren aber jederzeit rückgängig gemacht werden.

Auch die Speicheranzeige des Galaxy S7 soll nach ersten Berichten im Internet Probleme mit dem Berechnen des neu hinzugefügten Speichers haben. In den Speicherdetails findet sich der neue Speicher jedoch korrekt angezeigt, so die ersten vorliegenden Erfahrungsberichte.