Nach dem iPhone ist vor dem iPhone

Seit einigen Wochen ist das iPhone X auf dem Markt: Eine höher auflösende Kamera, neumoderne Gesichtserkennung (Face ID), ein schnellerer Chip, bessere Usability, ein nahezu randloses Display - wow. Aber ist das wirklich schon die Krönung? Bekanntlich ist nach dem iPhone ja vor dem iPhone. Was tüftelt Apple aus nächstes aus? Was sagt die Kristallkugel dazu? Wir haben uns dazu ein paar originelle Gedanken gemacht, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Namensgebung: Für 2018 erwarten wir, nach dem 2017-Naming, die Modelle iPhone 9, iPhone 9 Plus sowie das iPhone Y, oder X2. Auch ein 8S wäre denkbar. LANGWEILIG! Simultan zum iOS schlagen wir innovativere Namen vor. Findet ihr nicht auch, dass Namen wie iPhone Snowbird (kleines Modell), Big Bear (Plus-Variante) sowie Phoenix (teure Deluxe-Variante) deutlich cooler klingen? Zudem verdammt lustig, abends beim Flirten so: „Hey, ich habe meinen Big Bear dabei, willst du mal sehen?“. So oder so ähnlich könnte es dann klingen. Oder eben mit dem Snowbird. Ob das wiederum gut ankommt, können wir an der Stelle nicht versprechen. Aber die Größe ist ja bekanntlich nicht alles.

Marke unzerbrechlich: Da Stiftung Warentest das iPhone X zum zerbrechlichsten iPhone aller Zeiten gekürt hat, plädieren wir in 2018 für keine rahmenlose „Ich-geh-bei-jedem-Sturz-kaputt“-OLED-Variante, sondern für ein stabiles Gerät aus Metall - komplett. Das wäre vermutlich zwar schwerer und teurer, aber ganz ehrlich, wen juckt das schon. Schnallt man den Gürtel an der Hose halt ein bisschen fester, dann rutscht auch nichts in der Beckengegend. Einmal auf den Boden gefallen, erneuert man lediglich seine grau marmorierten Fliesen, nicht aber das Gerät. Grandios, da die Rechnung für einen neuen Design-Bodenbelag, inkl. Fliesenleger, sicher deutlich günstiger ausfallen wird, als ein iPhone-Neukauf. Bei einer Mietwohnung zahlt im besten Fall sogar die Haftpflicht - Glück gehabt. Eine Apfel-förmige Kerbe an der Außenseite wäre auch eine Idee, um endlich ein Bier öffnen zu können.

HoloTime: Mit HoloTime wird FaceTime zum echten Erlebnis. HoloTime ermöglicht es, den Gesprächspartner als Hologramm ins eigene Wohnzimmer zu holen. Dazu ist die entsprechende, vorinstallierte App „iHolo“ notwendig sowie externe Hardware, welche via AirDrop verbunden wird. Der iHolo-Transmitter wird beliebig auf dem Wohnzimmertisch platziert, welcher wiederum den Anrufer direkt in die gute Stube beamt. Der im iPhone integrierte 3D-Laser-Scanner dient dabei als Schnittstelle zwischen Realität und Hologramm. Über die Gesten-Steuerung ist das Hologramm dreh- und zoombar. Ebenso kann eine iHolo-Message verschickt werden - Star Wars lässt grüßen. Auch im Dating-Bereich der Bringer: Die angezeigten Holos wischt du einfach nach links vom Sofatisch oder eben nach rechts - abgefahren und absolut next Level! Weitere Schritte in Richtung Hologramm-Filmmarkt sind denkbar. Nicht auszumalen, wie genial es wäre, wenn Kylo Ren und Rey sich als Hologramme duellieren.

iFaceIt: Mit „iFaceIt“ kommt die nächste Innovation auf den Markt, mit der es möglich ist, Gesichter auf Fotos mit Bildern aus dem Internet abzugleichen. Alle gefundenen Fotos werden strukturiert und gruppiert angezeigt, mit entsprechenden Social-Media-Links, inklusive Download-Funktion. Ausgewählte Bilder werden zum iFaceIt-Fotoordner hinzu gefügt. Die einen werden es nutzen, um sich einen Überblick über die eigenen Fotos im Netz zu machen. Die anderen wiederum werden ihre Bekanntschaften aus dem Club vom Vorabend versuchen, anhand der geschossenen Fotos, wieder zu finden. Jedem das Seine.

Apple TV (6. Generation) & iAR: Apple erobert das Streaming. Nicht nur mit 4K- und HDR-Unterstützung geht’s rund, sondern auch mit eigenen Produktionen, wie spannenden Serien und Dokus. Über das iPhone sind weitere Informationen abrufbar, per „iAR“ (Intelligent Augmented Reality) wird Zusatzmaterial rund um deinen TV eingeblendet. Wie? Ganz einfach: Das Smartphone hältst du horizontal in Richtung des TV-Gerätes. Die Serie wird erkannt, exklusive Features und Hinweise werden aktiviert und zur Verfügung gestellt. Noch nie war dein TV so lebendig und interaktiv, ganz ohne 3D-Brille. iAR ist aber auch im Alltag nutzbar: Aktiviere iAR, um ein Gebäude scannen und erkennen zu lassen. Informationen rund um Sehenswürdigkeiten werden auf deinem Smartphone eingeblendet. Zudem ist es möglich, dass Siri die Informationen direkt vorliest, die Sprache ist frei wählbar. Auch eine Navigation mittels 3D-Karten-App ist möglich. Haben wir uns das nicht alle schon einmal gewünscht, verloren in einer fremden Stadt? Sightseeing 2.0.

Retina ID: Face ID war gestern. Das kommende iPhone setzt auf einen neumodernen Retina-Scan. Diese Sicherheitsmaßnahme dient zum Feststellen der Identität des Nutzers und ist dieses Mal, so hoffen wir, nicht zu knacken. Wir mussten jetzt kurz an „Demolition Man“ aus 1993 denken. Aber nein, lassen wir das lieber. Natürlich könnte man auch einen Lippen-, Ohrläppchen- oder Großen-Zeh-Scan einführen. Das wäre zwar nicht so hygienisch und sicher, würde aber definitiv lustig aussehen, vor allem, wenn man per Duckface versucht, sein Gerät zu entsperren. Köstlich.

Siri 2.0: „Hey Siri, bestelle mir meine Lieblingspizza.“ kann schon bald Realität werden. Mit Siri 2.0 schafft es die künstliche Intelligenz, komplexere Vorgänge miteinander zu verknüpfen, wie das Bestellen einer Pizza über entsprechend angebundene Food-Apps wie Lieferheld oder Foodora. Zudem sind Saug- und Mähroboter per Sprachsteuerung anbindbar, ebenso wie Wein- und Kühlschrank, Wasch- und Kaffeemaschinen. Nur die Wäsche aufhängen kann Siri noch nicht. Und Bier aus dem Keller holen. Schade eigentlich.

mfl