Drei Tipps für sofortigen Schutz: Hotelzimmer

Endlich Urlaub, oder einfach nur Ruhe nach einem anstrengenden Geschäftstermin. Das Hotelzimmer ist ein Rückzugsraum und gibt seinem Bewohner auch ein wenig Sicherheit in einer exotischen und fremden Umgebung. Doch was kann ich tun, damit mein Hotelzimmer wirklich sicher ist? Wir haben drei ungewöhnliche Tipps für die Reise.

Worum es geht:


Der sicherste Ort für Zimmerschlüssel: an der Rezeption
Der sicherste Ort für Zimmerschlüssel: an der Rezeption

1. Schlüssel oder Schlüsselkarte sind keine Visitenkarten

Weil viele Hotels ihre Schlüssel oder die Hüllen der Schlüsselkarten gerne als Marketinginstrument benutzen, birgt dies eine nicht zu unterschätzende Gefahr beim Schlüsselverlust.
Der klassische große Schlüsselanhänger aus Metall hat zwar in vielen Hotels schon ausgedient, ist im Ausland aber gelegentlich noch zu finden. Meist ist auf dem Schlüsselanhänger der Name des Hotels und zusätzlich die Zimmernummer eingraviert. Ehrliche Finder können so einen verlorenen Schlüssel leicht zurückbringen, oder ihn einfach in einen Postkasten werfen, in der Hoffnung, dass er so seinen Weg zurück ins Hotel findet. Unehrliche Finder - vor allem aber auch Taschendiebe - bekommen so allerdings auch direkten Zugriff auf Ihr Hotelzimmer.
Falls vom Hotel angeboten, sollte man daher ruhig den Service annehmen und beim Verlassen des Hotels den Schlüssel am Empfang abgeben.
Wenn das nicht möglich ist, oder das regelmäßige Abgeben und wieder Abholen des Schlüssels als lästig empfunden wird, dann ist es meist nicht schwierig den Schlüssel vom Schlüsselanhänger mit der verräterischen Gravur zu trennen. Der ohnehin oft viel zu schwere Schlüsselanhänger bleibt dann für den Rest des Urlaubs auf dem Zimmer.

Die moderneren Schlüsselkarten sind entweder neutral oder nur mit dem Namen des Hotels bedruckt, nicht aber mit der Zimmernummer. Die eigentliche Zimmernummer wird beim Einchecken auf eine Hülle aus Pappe geschrieben. Hierbei ist genau wie mit dem Schlüsselanhänger zu verfahren: Diese Informationen haben nichts außerhalb des Hotels verloren! Wer will kann die verräterische Hülle als Souvenir auf dem Hotelzimmer behalten - beim Verlassen des Hotels sollte sie aber keinesfalls mitgeführt werden. 

2. Wenn Sie nicht im Zimmer sind, muss es nicht jeder wissen

Um ungestört Ausschlafen zu können, haben sich die "Bitte nicht stören" Schilder bewährt um übereifriges Putzpersonal draußen zu halten. Oft sind diese Schilder auf der Rückseite mit einem Hinweis versehen, der mit der Aufforderung "Bitte aufräumen" das Zimmer für das Personal als "frei" signalisiert. Leider können auch ungebetene Besucher diese Schilder für ihre Zwecke nutzen. Ist ein Dieb erstmal unberechtigt in das leere Zimmer eingedrungen, wird das Schild wieder umgedreht und das Reinigungspersonal stört nicht beim Diebstahl.
Der Tipp ist also ganz einfach: Zeigen Sie nicht jedem, wenn sie das Zimmer verlassen haben, das kann die Falschen auf Ihr Zimmer locken. Falls die Sorge besteht, dass durch langes Ausschlafen die Zimmerreinigung verpasst wurde, reicht ein kurzer Anruf an der Rezeption, von wo aus das Housekeeping zielgerichtet auf das nun freie Zimmer geschickt werden kann.

Der Zimmersafe ist nur scheinbar sicher
Der Zimmersafe ist nur scheinbar sicher

3. Der Zimmersafe ist gut, aber nicht immer gut genug

Unser letzter Tipp sollte schon bei der Reiseplanung Berücksichtigung finden. So angenehm es auch sein mag, dass immer mehr Hotels inzwischen kostenfrei einen Zimmersafe anbieten, so trügerisch ist die Sicherheit eines derartigen Aufbewahrungsorts.

Wirklich sicher sind diese Safes meist nicht. Sie schützen vor allem vor der schnellen Mitnahme von Wertsachen, wenn es ein Dieb eilig hat. Mit entsprechenden Kenntnissen oder einfachen Werkzeugen ist so ein Schließfach oft schon in wenigen Minuten geknackt. Daher sollte vor jeder Reise die Frage stehen: Brauche ich wirklich den teuren Schmuck oder viel Bargeld am Urlaubsort?
Meist bleibt der Schmuck am Urlaubsort doch im Zimmersafe, und statt Bargeld akzeptiert man in vielen Urlaubsorten ohnehin problemlos Kreditkarten oder kann im Hotel seine Rechnung auf das Zimmer buchen lassen.
Noch kritischer wird es mit Laptops, die inzwischen gerne mit in den Urlaub genommen werden. Viele Hotelsafes sind schlicht zu klein für die üblichen Formate der tragbaren Computer. Es empfiehlt sich für den Urlaub auf ein Tablet auszuweichen. Die Geräte sind meist billiger als ein Notebook, und so ist auch das Risiko der Aufbewahrung im Hotelsafe zu verantworten.  

Auf einen Blick:

Damit der Urlaub nicht durch Langfinger gestört wird:

  • Vermeiden Sie unnötige Hinweise auf Ihr Hotelzimmer durch Schlüsselanhänger oder Hotelkarte
  • Hängen Sie kein "Bitte aufräumen" Schild vor ihre Zimmertür
  • Überlegen Sie schon vor einer Reise, ob Sie wirklich Wertsachen mitnehmen müssen, die Sie dem Hotelsafe anvertrauen müssen.