Veröffentlicht am 29.11.2016 um 10:53 Uhr

Sicherer online gehen bei öffentlichen WLAN-Hotspots mit VPN

Es gibt immer mehr öffentliche WLAN-Hotspots in Deutschland, die eine Gratis-Internetnutzung erlauben. Das ist vor allem auf die im Frühjahr verabschiedeten klareren Regelungen zur „Störerhaftung” zurückzuführen. Zuvor musste nämlich der Anbieter eines freien Hotspots für Rechteverletzungen haften, die Nutzer darüber begingen. Allerdings besteht nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im September 2016 nach wie vor eine gewisse Rechtsunsicherheit für die Anbieter offener WLANs.

Regelungen zur Sicherheit der Benutzer wurden Anfang des Jahres aber nicht verabschiedet. So besteht bei den meisten WLAN-Hotspots das Problem, dass die Daten unverschlüsselt übertragen werden und quasi jeder mitlesen kann, auch wenn das verboten ist.

Generelle Tipps zur Nutzung offener WLANs

Beim Besuch von Internetseiten sichere Verbindung benutzen
In der Browser-App lässt sich ohne zusätzliche Software der Besuch vieler großer Internetseiten sicherer gestalten: Dazu muss man sie über eine verschlüsselte Verbindung aufrufen. Online-Banking und E-Mail-Abruf über die Webportale der Banken bzw. der E-Mailanbieter sind damit abgesichert. Die Adresszeile sollte mit „https“ statt „http“ beginnen:

Mit https beginnt eine verschlüsselte Verbindung zu Internetseiten
Das Schloss und https:// symbolisieren Sicherheit

So lassen sich auch viele weitere Seiten verschlüsselt aufrufen, sofern diese das anbieten.

E-Mail-Apps: Große E-Mail-Anbieter nutzen verschlüsselte Verbindung
Bei der Nutzung von E-Mail-Apps ist auch auf eine verschlüsselte Verbindung zu achten. Wer E-Mailadressen von T-Online, Web.de, GMX oder Freenet nutzt, bei dem ist das schon der Fall, weil diese Anbieter keine unverschlüsselten Verbindungsarten mehr zulassen. Auch bei den US-Anbietern Gmail und Yahoo werden die E-Mails über eine verschlüsselte Verbindung abgerufen und verschickt.

Trotz verschlüsselter Übertragung bei personalisierten Daten besser Mobilfunkverbindung nutzen
Gerade bei personalisierten Daten, bei denen der Verlust schmerzlich wäre und dazu gehört auch das Online-Banking, sollte man besser auf die Datenübertragung über das Mobilfunknetz setzen, als über freie WLANs. Angriffe auf die mobile Datennutzung sind in der Praxis weitaus aufwendiger, als das Mitlesen des Datenverkehrs in einem freiem WLAN.

Den gesamten Datenverkehr mit einem VPN-Tunnel schützen

In einem VPN (Virtual Private Network) werde die Datenpakete verschlüsselt in der bestehenden Netzwerkinfrastruktur versendet. – In unserem Fall ist das ein freies WLAN, was quasi eine extra Röhre erhält. Das andere Ende des Tunnels ist ein VPN-Server irgendwo im Internet. Der Standort des Ausgangs lässt sich oft wählen und so lassen sich oft auch länderbasierte Beschränkungen umgehen.

Datenverkehr mit VPN-Apps schützen

Für Android- und iOS-Geräte gibt es vom Browseranbieter Opera eine kostenlose, werbefinanzierte, extra VPN-App.  Sie verschlüsselt den gesamten Datenverkehr des Smartphones oder Tablets. Mit der Opera-VPN-App wird nur der Datenverkehr des Gerätes geschützt auf dem die App installiert ist, nicht etwa weiterer darüber angeschlossener Geräte.

Opera VPN App für sichereres Surfen in freien WLANs
Der Schutz durch ein VPN ist in der Statusleiste an einem Schlüssel-Symbol zu erkennen.

Es gibt eine ganze Reihe weiterer VPN-Anbieter, die ihre Dienste kostenpflichtig anbieten. Sie unterscheiden sich u.a. darin, für welche Betriebssysteme sie extra Software anbieten, in der Art der unterstützen Verschlüsselungstechnologie und in der Anzahl der mitunter weltweit verteilten Server, die den Tunnelausgang darstellen. Zum Teil bieten sie auch werbefinanzierte, kostenlose Versionen an. Das Computermagazin CHIP stellt auf seinem Internetauftritt „die 5 besten VPN-Anbieter im Vergleich“ vor.

Wem es bei der Nutzung von VPNs nur um den Schutz der WLAN-Verbindung geht, dem dürfte schon ein einfaches, ggf. kostenloses Angebot reichen.

VPN über den heimischen Router

Ein VPN lässt sich bei vielen Modellen über den heimischen Router einrichten, zu dem dann von unterwegs die getunnelte Verbindung aufgebaut wird. Der Hersteller AVM, von dem zum Beispiel die weit verbreiteten DSL-Router FritzBox stammen, gibt auf seiner Webseite Hilfestellung zur Einrichtung eines VPNs auf dem Router sowie unter iOS und Android.

Zwei Anmerkungen zur Nutzung von VPNs

  1. Der VPN-Tunnel ist durchaus noch „einsehbar“ und es lässt sich zumindest ermitteln, ob zum Beispiel große oder kleine Datenpakete fließen, aber sicherer als die Daten im Klartext zu versenden ist das allemal.
  2. Der Umweg über den Tunnel führt zu weniger Geschwindigkeit und Bandbreite des Surfvergnügens.

Schutz vor Diebstahl oder Sturz bei Unterwegsnutzung des Laptops oder Smartphones

Ein VPN sichert nur die Verbindung Ihres Gerätes. Ihr Smartphone oder Tablet selber können Sie mit einer Smartphoneversicherung bzw. Tabletversicherung, die Sturzschäden und optional einfachen Diebstahl abdeckt, versichern.


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