Veröffentlicht am 11.09.2015 um 22:00 Uhr

Facebook at work: Die Revolution der internen Kommunikation?

Mit Facebook atFacebook hat ein neues Produkt im Portfolio: Facebook at work (zu Deutsch: Facebook bei der Arbeit). Mit seinem Social Intranet möchte Facebook nun auf Firmen zuzugehen und die interne Kommunikation der Unternehmen revolutionieren. Interne E-Mails und Chats sollen künftig Zukunftsmusik sein. Was ist dran an dem Service?

Facebook at work: Die Revolution der internen Kommunikation?

Back to the roots

Im Jahr 2003 entwickelte Mark Zuckerberg facemash.com, die Vorgängerseite zum damaligen Facebook. 2004 ging Facebook mit der Funktionalität, wie wir sie heute kennen, online. Weitere Meilensteine waren der Börsengang von Facebook im Jahr 2012 und der Kauf von dem Messenger-Dienst WhatsApp. Kurze Zeit später brachte Facebook seinen eigenen Chatdienst namens Facebook M auf den Weg, der sich aktuell noch in der Testphase befindet. Nun gibt es Facebook at work. Ein Social-Intranet-Programm für Unternehmen. Am 14. Januar 2015 begann die offizielle Testphase für den Dienst Facebook at work, die zunächst nur ausgewählte Unternehmen durchlaufen durften. Inzwischen nutzen rund 300 Firmen die Testversion von Facebook at work.

Was kann Facebook at work?

Facebook at work bietet die gleichen Messaging-Funktionen wie Facebook, nur dass diese auf das Unternehmen, das Facebook at work intern verwendet, begrenzt sind. Für die Mitarbeiter gibt es die Möglichkeit, sich private Nachrichten über das Social Intranet zu schreiben, innerhalb von Gruppen Dokumente auszutauschen, via Chat untereinander zu kommunizieren sowie an Events teilzunehmen. Sogar von einer Abflachung klassischer Unternehmenshierarchien durch direktere Kommunikation zwischen Angestellten und Managern ist die Rede. Damit soll die Qualität der internen Kommunikation verbessert werden. Facebook nutzt sein Social Intranet selbst seit einigen Jahren intern.

Blau, blauer, Facebook-Blau

Facebook at work unterscheidet sich hauptsächlich durch seine andere Farbe von dem „privaten“ Facebook. Das Facebook-at-work-Blau ist nämlich um einiges heller, als das gewöhnliche Facebook-Blau. So sollte zumindest jedem Mitarbeiter direkt ins Auge fallen, ob sein Kollege gerade privat surft, oder aber das interne Facebook-Programm verwendet.

Wie kann ich Facebook at work nutzen?

Facebook at work ist nicht für private Zwecke gedacht, sondern nur nutzbar, wenn ein jeweiliges Unternehmen sich die Nutzung lizensieren lassen hat. Das Social Intranet ist sowohl als App für Handy und Tablet verfügbar, als auch über den Browser auf dem Computer nutzbar. Mit der Größe von 99,4 MB beansprucht die App allerdings einen enorm großen Speicherplatz. Passend zum beruflichen Umfeld ist das App-Icon an einem blauen Koffersymbol mit einem weißen „f“ (für Facebook) erkennbar. Das Social Intranet steht allerdings nicht in Konkurrenz zu LinkedIn oder Xing. Bei Facebook at work gehe es ausschließlich um die interne Kommunikation und nicht um die externe Vernetzung. Erster Großkunde soll die Royal Bank of Scotland werden. 30.000 Angestellte sollen bis März 2016 mit dem Messaging-Programm arbeiten. Danach soll die Zahl an Facebook-at-work-Nutzern innerhalb des Unternehmens kontinuierlich steigen. Eine Angabe zu den Kosten der Nutzung des Social Intranets wurde bisher nicht gemacht.

Alles eine Frage der Sicherheit

Kritische Stimmen würden behaupten, dass Facebook mit seinem neuen Messaging-Programm still und heimlich weitere Daten der Nutzer sammeln möchte. Also nicht nur privat wie bisher, sondern nun auch geschäftlich. Denn die Daten, die dabei genutzt werden, werden nicht in den Unternehmen selbst, sondern auf Servern gespeichert, auf denen auch öffentliche Facebook-Daten liegen. Sicherheit soll unter anderem gewährleistet werden, indem der Datenverkehr über verschlüsselte HTTPS-Verbindungen abgewickelt wird.

Goodbye Unternehmensintranet?

Ersetzt Facebook at work nun das interne Intranet? Ob ein Unternehmen das Messaging-Programm zusätzlich zum Intranet oder anstelle dessen nutzen mag, ist jeder Firma selbst überlassen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich das Firmen-Intranet durch die Nutzung von Facebook at work in den nächsten Jahren stark verändern wird. Getreu dem Unternehmensmotto „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen“, wird es wahrscheinlich bald heißen: „Facebook (at work) ermöglicht es dir, mit den Menschen auf deiner Arbeit in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ Man darf gespannt sein, ob das Social Intranet bei seiner anvisierten Zielgruppe den gewünschten Zuspruch findet.


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